Archiv der Kategorie: Philosophie

Timotheus Stark: Politik und Macht – Eine gefährliche Verbindung?

Winston Churchill sagte einmal „Die Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.“ Welche Bedeutung haben diese Worte heute für uns?

Die Macher der erfolgreichen Web-TV-Serie „House of Cards“ lassen Politik im Lichte des Churchill-Zitats erscheinen. In düsterer Atmosphäre verfolgt der Zuschauer wie Kevin Spacey, in der Hauptrolle des machiavellistischen Demokraten Frank Underwood, seinen intriganten Weg vom „Majority Whip“ bis zum Präsidentenamt der USA geht. Skrupellos tut er alles um seine Position zu verbessern. So manipuliert er Gegner und Kollegen oder tauscht frühere Gefallen gegen Gefolgschaft ein. Vertrauen wird ersetzt durch Druckmittel in der Hinterhand. Im weiteren Verlauf erklärt er zum Amtsantritt als Vizepräsident süffisant „Demokratie ist sowas von überschätzt“, weil er es schließlich ohne eine einzige Stimme geschafft hat, nur einen „Herzschlag entfernt vom Präsidentenamt“ anzukommen.

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Christoph Heuermann: Blogging here really caused a profound change in my views about Europe

The European Elections are finished. This column will expire as well. Before it does, I would like to share how my writing here really caused a profound change, both concerning my views about Europe and my own personal activities.

Writing from a more classical liberal perspective, there was, of course, an anti-EU bias to be recognized in my writing. Although Europe always was important for me, I widely considered the EU as an unnecessary evil. In informing myself more about it, my views changed. Although the European Union still is much too big, inefficient and inflexible, it seems to be a necessary evil. Not because of what it claims – like guaranteeing peace. More, because of what advantages it has forgotten to declare – setting into movement the powers of liberty in both economic and social spheres. Liberty is unpopular, especially for a bureaucratic machine in Brussels, this much is to be expected. However, to secure the future of the Union in the face of the rise of far right and leftist parties, this will be the only option – back to the principles which established a strong alliance in Europe.

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Christoph Heuermann: Don’t forget charity! Why we need to take social action to shrink government

Ludwig von Mises, one of the greatest economists in world history, was often criticized for being a social darwinist. His concentration on economic theory and the free-market order did not include anything about helping the poor and weak, critics argue. This conclusion, however, is not valid at all. Quite the contrary, Ludwig von Mises was so inclined in caring for the poor and weak privately  that he simply saw no necessity in writing about it. 

Like Guido Hülsmann showed in his monumental biography about „Ludwig von Mises. The Last Knight of Liberalism“, social care for the community was rooted deep within Mises’ family. His wealthy parents supported various institutions, for example orphanages in their hometown of Lemberg (today Ukraine’s Lwiw). Mises, for sure, would have continued this if he had the resources. Unfortunately, his great commitment for liberty never got him paid much.

Weiterlesen auf der Homepage der Students for Liberty …

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Christoph Heuermann: Demokratie und Liberalismus – Harmonie im menschlichen Maße

Dieser Aufsatz wurde beim Hayek-Essay-Wettbewerb der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft eingereicht.

Dosis facit venenum“ – die Dosis macht das Gift – wusste schon der berühmte Arzt Paracelsus zu berichten. Diese Weisheit lässt sich nicht nur auf den Organismus des Menschen, sondern auch auf den der Gesellschaft anwenden. Symptomatisch für unsere Zeit ist der Kult des Kolossalen, der sich längst nicht nur auf Prestige-Projekte wie die Hamburger Elbphilharmonie erstreckt. Wilhelm Röpke, vom dem noch später die Rede sein wird, fasst diesen Kult in trefflichen Schlagworten zusammen: Hybris, Rationalismus, Szientismus, Technokratentum, Sozialismus, Massendemokratie jakobinischer Art (Röpke 1958).

Diese Schlagwörter des Großen scheinen so gar nicht mit den Idealen des Liberalismus zu korrespondieren, mit der Realität der Demokratie jedoch zu harmonieren. Doch so sehr es nach einem Spanungsverhältnis aussieht, so wenig handelt es sich um eines. Demokratie harmoniert mit dem Liberalismus – aber nur im menschlichen Maße! Denn was heute in den Politikwissenschaft als „liberale Demokratien“ bezeichnet wird, hat wenig mit Demokratie noch mit Liberalismus zu tun. Was dieses menschliche Maß nun konkret ist, sei nach einer Einführung in das hier benutzte Verständnis von Demokratie und Liberalismus erläutert, an das sich die konkreten Implikationen anschließen. Weiterlesen

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Christoph Heuermann: How Do We Produce Liberty?

Anyway we define liberty, it is around us to some extent. In Western countries we still enjoy large parts of liberty, although we fight for more. Even in the most totalitarian regimes, liberty can survive. Thoughts are free — nobody can control them.

However, liberty is not a starting condition of our world. Liberty is not anarchy. It has to be defended and it has to be produced. Unfortunately, in our days liberty is mainly consumed.

Most politicians redistribute liberty. In some cases they take away liberty, such as people who want to smoke, to protect and spread liberty for other persons, such as those who don’t smoke. In other cases they just take it away for ideological reasons or self-interest.

Weiterlesen bei den Students for Liberty …

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Christoph Heuermann: Bildung, Wohlstand und ihre Kausalität

Selbst unter sonst recht freiheitlichen Liberalen hält sich hartnäckig der Mythos, man müsse nur mehr Geld in die Bildung stecken und alles werde gut. Seit Jahrzehnten wird diesen Forderungen nachgekommen, doch es scheint immer noch nicht genug zu sein. Mag es sich quantitativ in Studentenzahlen niedergeschlagen haben, so ist die Qualität der Bildung doch merklich zurückgegangen. Nicht ohne Grund reden Dozenten hinter vorgehaltener Hand davon, dass sie mehr als 80% ihrer Studenten wegen mangelndem sprachlichen Ausdruck und Richtigkeit hätten durchfallen lassen müssen. Da dies politisch untragbar ist, werden diese Fehler nun eben gar nicht mehr berücksichtigt.

Gerade Sozialwissenschaftler, die es ob ihrer Statistik-Kenntnisse eigentlich besser wissen müssten, machen oft den kausalen Fehlschluss, dass Bildung Wohlstand und Wirtschaftswachstum erzeuge. Tatsächlich verhält die Kausalität sich jedoch genau anders herum: je reicher ein Land, desto eher steckt es Geld in die Bildung. Einleuchtend: sie haben es ja!

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Friedrich Lucke: Liberalismus und Demokratie – Harmonie oder Spannungsverhältnis?

Dieser Aufsatz wurde beim Hayek-Essay-Wettbewerb der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft eingereicht.

Stehen Liberalismus und Demokratie in einem Spannungsverhältnis, oder harmonisieren beide?

In ihrem Streben nach Freiheit und Liberalismus ist diese Frage für uns heutzutage sehr relevant, denn in vielen Ländern beklagen sich Bürgerbewegungen und Parteien über zu wenig Freiheiten. Sollte man zu dem Ergebnis kommen, dass Liberalismus und Demokratie in einem Spannungsverhältnis stehen, müssten Liberale sogar die Demokratie an den Pranger stellen, um ihren Zielen näherzukommen. Gibt es aber Alternativen die besser mit Liberalismus harmonieren?

Ich möchte diese Fragen in meinem Aufsatz untersuchen und dazu sowohl politische Theorie als auch Evidenz aus der Realität anführen.

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