Archiv des Autors: Clemens Schneider

Nils Hesse: „Grexit“-Planspiel: Der Realität voraus

Im Sommer 2012 schlüpften das erste Mal 20 Schüler und Studenten bei der Woche der Freiheit – einer Sommerakademie für Philosophie, Politik und Ökonomie – in die Rolle von Angela Merkel, EZB-Präsident (damals noch Herrn Trichet) oder Alexis Tsipras. In einem Planspiel ging es um Geld für Griechenland – das dann auch reichlich floss. Im Sommer 2013 und 2014 spielten wir mit neuen Gruppen jeweils zwei nur leicht an die veränderte politische Konstellation aktualisierte Planspiele.
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Timotheus Stark: Politik und Macht – Eine gefährliche Verbindung?

Winston Churchill sagte einmal „Die Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind.“ Welche Bedeutung haben diese Worte heute für uns?

Die Macher der erfolgreichen Web-TV-Serie „House of Cards“ lassen Politik im Lichte des Churchill-Zitats erscheinen. In düsterer Atmosphäre verfolgt der Zuschauer wie Kevin Spacey, in der Hauptrolle des machiavellistischen Demokraten Frank Underwood, seinen intriganten Weg vom „Majority Whip“ bis zum Präsidentenamt der USA geht. Skrupellos tut er alles um seine Position zu verbessern. So manipuliert er Gegner und Kollegen oder tauscht frühere Gefallen gegen Gefolgschaft ein. Vertrauen wird ersetzt durch Druckmittel in der Hinterhand. Im weiteren Verlauf erklärt er zum Amtsantritt als Vizepräsident süffisant „Demokratie ist sowas von überschätzt“, weil er es schließlich ohne eine einzige Stimme geschafft hat, nur einen „Herzschlag entfernt vom Präsidentenamt“ anzukommen.

Weiterlesen bei Karlsruher Transfer …

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Jahresrückblick 2014

Bereits zum dritten Mal durften wir in diesem Sommer die Woche der Freiheit (WdF) durchführen. Ab dem dritten Mal, so heißt es, sei etwas Tradition. Und so freuen wir uns, dass es offenbar eine Tradition der Woche der Freiheit ist, engagierte, begabte, kluge und sympathische Teilnehmer zu haben!

Gerne möchten wir auch dieses Jahr unserem Stolz auf die Alumni der Woche der Freiheit Ausdruck verleihen, indem wir einen kleinen Einblick in deren mannigfache Aktivitäten geben. Neben dem Bildungseffekt gehört es auch zu den wesentlichen Zielen unseres Projekts, unsere Teilnehmer zu vernetzen und zu Engagement zu ermutigen. Dass das hervorragend gelingt, liegt natürlich an den Alumni selbst, deren Einsatzfreude uns in unserem eigenen Engagement nachhaltig bestärkt. Weiterlesen

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Johannes Fischer: Freihandel fördert Kultur

Das typische Argument für den Freihandel dreht sich um die wirtschaftlichen Aspekte – Arbeitsplätze, Wachstum und so weiter. Freier Handel bringt aber noch viel mehr als nur wirtschaftliche Vorteile mit sich, denn auch die kulturelle Vielfalt profitiert enorm vom Freihandel.
Das zeigt schon die Geschichte, denn alle großen Kulturvölker hatten eine Eigenschaft gemeinsam: Sie waren gleichzeitig auch große Händler. Die griechischen oder die italienischen Stadtstaaten beispielsweise kamen über den Handel mit anderen Gesellschaften in Kontakt und tauschten Traditionen und Kultur miteinander aus. Migranten bringen ihre eigene Kultur gleich mit, vermischen sie mit einheimischem und lassen Neues entstehen. Amerikanischer Jazz, eine Mixtur aus europäischen Instrumenten und afrikanischen Melodien ist das beste Beispiel dafür.

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Johannes Fischer: Langes Wort, viel Kritik – Was steckt hinter dem geplanten Investitionsschutzabkommen im TTIP

Mit Investitionsschutzabkommen sollen grundsätzlich Investitionen von Staatsbürgern in fremden Staaten vor Enteignungen oder Diskriminierung geschützt werden. Bevor 1959 das erste Abkommen unterzeichnet wurde, konnten sich Ausländer oder Unternehmen nur an die Gerichte des entsprechenden Staates wenden oder ihr Heimatland bitten, über diplomatischen Kanäle ihre Interessen zu vertreten. Beide Wege waren notorisch unzuverlässig und unberechenbar. Mitunter setzten Staaten sogar ihre Armeen in Bewegung, um die Interessen ihrer Bürger zu schützen.

Investitionsschutzabkommen waren also dafür gedacht, Streitigkeiten zwischen Investoren und Staaten schneller und zivilisierter beizulegen. Wenn zwei Staaten ein Investitionsschutzabkommen abgeschlossen haben, können Investoren aus den Vertragsstaaten den jeweils anderen Staat vor einem internationalen Schiedsgericht verklagen, wenn sie ihre Rechte verletzt sehen. Damit können sie den Gang vor die nationalen Gerichte vermeiden. Mittlerweile gibt es ein weltweites Geflecht von über  2000 dieser Investitionsschutzabkommen.

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Friederike Erk: Freiheit für alle

Am letzten Abend der Woche der Freiheit 2014 überraschte uns alle unsere Teilnehmerin Friederike Erk mit einem wunderbaren Gedicht, das sie mit einer großen Portion Charme und Elan zu den Klängen des Liedes „I will survive“ vortrug. Es war ein einzigartiges Erlebnis – die Freiheit braucht dringend mehr Künstler!

Trotz ein paar Schwierigkeiten mit der Deutschen Bahn
Kam ich letzendlich irgendwie im tiefen Osten an.
Im Seehof Netzen traf ich ein,
War schon bald nicht mehr allein
Und dann fing’s an
Mit Herrn Professor Habermann. Weiterlesen

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Johannes Fischer: Milliardäre gehen nicht in Rente

Zuerst erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, 10.08.2014, S. 19

David Rubenstein gehört zu den Leuten, die SPD-Politiker Franz Müntefering vor neun Jahren als „Heuschrecken“ diffamierte. Der Multimilliardär ist Mitbegründer der Carlyie Group, der weltweit größten Private-Equity-Gesellschaft nach Blackstone, und feiert am Montag seinen 65. Geburtstag – an Rente ist für so jemanden frei­lich nicht zu denken. Rubenstein wuchs als einziger Sohn einer jüdischen Familie in Baltimore (Mary­land) auf und steht heute noch für den amerikanischen Traum. Der Sohn eines Postsortierers und einer Hausfrau arbeitete nach dem Jura­studium in Chicago zunächst als Ju­rist und als innenpolitischer Bera­ter unter Präsident Jimmy Carter, bevor er 1987 zusammen mit zwei Geschäftspartnern Carlyie gründe­te. Im April 2012 folgte der Börsen­gang der Beteiligungsgesellschaft, Rubensteins Vermögen wird mitt­lerweile auf rund 3 Milliarden Dol­lar geschätzt. Seine drei Kinder wer­den davon allerdings nicht viel se­hen, denn der Milliardär hat sich im Rahmen des „Giving Pledge“ verpflichtet, mindestens die Hälfte seines Vermögens zu spenden. Nur wenige Leute, die viel geerbt hät­ten, würden später Nobelpreise ge­winnen oder Geschichte schreiben, sagte Rubenstein der F.A.Z. Aber auch schon zu Lebzeiten ist Ruben­stein als Philanthrop unterwegs und unterstützt neben Kultur- und Bildungseinrichtungen insbesonde­re Institutionen, die mit der ameri­kanischen Regierung oder amerika­nischer Geschichte zu tun haben. Schmälern wird das sein Vermögen wohl kaum, denn die Private-Equity-Branche befindet sich nach der Wirtschaftskrise wieder auf Erho­lungskurs. Nur eines bereut er heu­te noch: Die Chance, als einer der ersten Investoren beim damals noch unbekannten Facebook einzu­steigen, ließ er verstreichen.

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