Archiv des Autors: friedrichlucke

Friedrich Lucke: Ist weniger mehr? Zur Überintegration Europas

Ist weniger manchmal auch mehr? Diese Frage hört man in letzter Zeit häufig. Meistens im Zusammenhang mit Kapitalismus. Schaden nicht die großen Konzerne mit ihren hochkomplexen und undurchsichtigen Strukturen der Gesellschaft, weil sie nur für sich selbst arbeiten, ungeachtet was der Gesellschaft als Anleger und Steuerzahler dabei passiert? Wäre es nicht besser, alle Konzerne zu zerschlagen und per Gesetz klein zu halten?
Genau diese Frage wird nicht gestellt, wenn es um die EU geht. Dabei ist diese ebenfalls hoch komplex und undurchsichtig für den Bürger. Dieser trägt als Steuerzahler trotzdem am Ende die Rechnung.
Dennoch sprechen sich fast alle Parteien für “mehr EU” aus,  nicht nur in Deutschland: Eine gemeinsame Währung gibt es schon, dazu soll noch eine Bankenunion kommen, eine Wirtschaftsregierung, mögliche Eurobonds – quasi eine Schuldenunion um nur einige zu nennen.

Weiterlesen auf dem Blog von Open Europe Berlin …

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Friedrich Lucke: Das Dilemma des Probabilistischen Wählens

Das “Probabilistische Wählen” ist eine Theorie die das Wahlverhalten in Demokratien entscheiden soll. Die Theorie sagt aus, dass sich ein Individuum rational verhält, wenn es denjenigen Kandidaten oder die Partei wählt, die seinen Nutzen mit der größten Wahrscheinlichkeit maximiert. Melvin Hinich, der an der Universität Texas lehrte, brachte diese Theorie hervor. Das “Probabilistische Wählen” stellt eine Erweiterung des Medianwählertheorems dar in dem es Mehrdimensionalität erlaubt.

Auf den ersten Blick erscheint dieser Ansatz sehr vernünftig. Wähler stimmen immer für den, den sie für am besten halten.

Im Wahlkampf wird also bewusst mehr auf die Interessen der Wähler oder des Medianwählers geachtet. Im Gleichgewicht positioniert sich eine Partei so, dass sie die Abstände zu den einzelnen Wählergruppen minimiert. Man kann durchaus argumentieren, dies sei gut, denn dieser politische Prozess reflektiert das Meinungsbild der Bevölkerung besonders gut.

Auf den zweiten Blick treten allerdings auch Probleme auf: Weiterlesen

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Friedrich Lucke: Liberalismus und Demokratie – Harmonie oder Spannungsverhältnis?

Dieser Aufsatz wurde beim Hayek-Essay-Wettbewerb der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft eingereicht.

Stehen Liberalismus und Demokratie in einem Spannungsverhältnis, oder harmonisieren beide?

In ihrem Streben nach Freiheit und Liberalismus ist diese Frage für uns heutzutage sehr relevant, denn in vielen Ländern beklagen sich Bürgerbewegungen und Parteien über zu wenig Freiheiten. Sollte man zu dem Ergebnis kommen, dass Liberalismus und Demokratie in einem Spannungsverhältnis stehen, müssten Liberale sogar die Demokratie an den Pranger stellen, um ihren Zielen näherzukommen. Gibt es aber Alternativen die besser mit Liberalismus harmonieren?

Ich möchte diese Fragen in meinem Aufsatz untersuchen und dazu sowohl politische Theorie als auch Evidenz aus der Realität anführen.

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Friedrich Lucke: Arbeitslosigkeit und die Lösung per Jugendgarantie

John F. Kennedy sagte einmal, das einzige was teurer sei als eine Gute Bildung, sei KEINE gute Bildung. Dies nimmt sich jetzt auch die EU zu Herzen und sorgt sich dabei insbesondere um europäiche Jugendliche, deren Chancen, Karriere und Weiterbildungsmöglichkeiten.
Momentan sind vor allem die südlichen Länder Europas mit erschreckend hohen Jugendarbeitslosigkeitraten, die in Spanien und Griechenland sogar 50% überschreiten konfrontiert.

Woran liegt das? Wodurch entsteht überhaupt Arbeitslosigkeit? Weiterlesen

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Friedrich Lucke: Managergehälter und Moral Hazard – Einige Gedanken zur Begrenzung der Manager-Boni

Die EU will ab 2013 die Boni, die Manager bekommen, begrenzen. Niemand soll mehr als das doppelte seines Grundgehalts als Bonus bekommen und auch das nur, wenn drei Viertel der Aktionäre zustimmen.  Ansonsten dürfen Boni nur genauso hoch sein wie das Grundgehalt. Das neue Gesetz ist Bestandteil der neuen Finanzmarktregulierung Basel III. Diese neuen Regelungen sollten ursprünglich ab 2013 gelten und beinhalten neben der Begrenzung der Manager-Boni strengere Liquiditäts- und Eigenkapitalvorschriften. Die Pressemeldung des europäischen Parlaments kann hier eingesehen werden.

Die EU hält die Managervergütung für überhöht. Boni würden selbst dann ausgezahlt, wenn das Unternehmen Verluste macht. Weil diese Verluste teilweise durch Rettungsfonds (wie z.B. SoFFin oder indirekt auch den EFSF und ESM) aufgefangen werden, ist es verständlich, dass die EU auch bei der Vergütung der Vorstände mitreden will.

Ist dieses Gesetz aber notwendig?

Weiterlesen auf dem Blog von Open Europe Berlin …

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