Daniel Fallenstein: In einem Boot – Die Woche der Freiheit 2013

Am Netzener See brainstormen die Teilnehmer der Woche der Freiheit , wie sie die Essenz in ein Video gießen können. Unter der Anleitung eines Regisseurs und Kameramanns einigen sie sich schließlich darauf, die Philosophie, die Politik und die Ökonomie in ein Boot zu setzen. Ein Philosoph, eine Politikerin und ein Unternehmer werden bestimmt.

Die gewählte Metapher ist anschaulich: Der Philosoph informiert die Politikerin über seine Erkenntnisse, sie entscheidet dann über den Kurs und der Unternehmer bringt das Boot voran. Der Kameramann steigt vorsichtig zu den dreien ins Boot, um jede der drei Aufgaben festzuhalten. Aus den Aufnahmen wird später ein professionelles Video geschnitten. Diese kreativen Aktivitäten runden das reichhaltige akademische Programm der Woche der Freiheit ab.

Einmal im Jahr werden bei der einwöchigen Sommerakademie Grundlagen zu Philosophie, Politik und Ökonomie an Schüler und junge Studenten vermittelt. In den Vorträgen wird neben Philosophen wie Kant und Popper auch ökonomische und politische Theorie in der klassisch liberalen Tradition behandelt. Zentral dabei sind die Gedanken des Ökonomen und Philosophen Friedrich A. von Hayek, der 1973 den Ökonomie-Nobelpreis erhielt und in Österreich, England, den USA und Deutschland lehrte.

20 junge Studenten und Schüler aus ganz Deutschland haben sich unter zahlreichen Bewerbern durchgesetzt, um bei der Woche der Freiheit dabei sein zu dürfen. Sie alle haben ein Stipendium der Friedrich A. von Hayek-Stiftung für einen freie Gesellschaft erhalten. Die Stiftung ist eng mit der Friedrich A. von Hayek-Gesellschaft verbunden, die die Woche der Freiheit trägt. Aus der Hayek-Gesellschaft kommen auch Referenten wie Dr. Karen Horn Prof. Gerd Habermann und Prof. Michael Wohlgemuth.

Erkennen. Entscheiden. Handeln.

„Die Woche der Freiheit ist eine Sommerakademie für Philosophie, Politik und Ökonomie“, erläutert Julian Arndts, einer der Organisatoren der Woche der Freiheit. „Dieser Dreiklang korrespondiert mit dem Motto ‚Erkennen. Entscheiden. Handeln.‘ In der Philosophie erkennen wir, in der Politik wird entschieden und die Ökonomie beschreibt das Handeln.“

„Die Mehrheit der Teilnehmer von 2012 ist der Gruppe und der Sache verbunden geblieben und ungewöhnlich aktiv – ihren unterschiedlichen Begabungen entsprechend“, fährt Clemens Schneider fort. „Das zeigt uns, wie groß das Bedürfnis nach liberalen Antworten ist, weil der verbreitete Kollektivismus junge intelligente Menschen immer weniger überzeugt. Wir wollen jungen Menschen, die in diesen verschiedenen Feldern die Zukunft gestalten werden, ermöglichen, die wichtigsten Denkansätze des Liberalismus kennenzulernen.“

Das Konzept kommt an. „Ich bin mit der Woche der Freiheit sehr zufrieden,“ sagt ein Teilnehmer. „Die Veranstaltung war sehr gut organisiert. Sie fördert erfolgreich ein freiheitliches Denken, die Bildung von Kontakten sowie Ideenbildung.“

Auch andere Teilnehmer pflichten bei:

„Die Woche der Freiheit ist ein einzigartiges Projekt, um junge Freiheitsliebende zu verbinden. Die Themen waren interessant und werden so nicht in der Schule behandelt.“

„Die Woche der Freiheit verbindet Spaß mit Austausch von Gedanken. Sie bringt verschiedene politisch interessierte Jugendliche miteinander in Kontakt. Die Woche der Freiheit bringt den Wert der Freiheit dorthin, wo er hingehört: in die Mitte der Gesellschaft.“

„Die Woche der Freiheit vermittelt überzeugend das Werkzeug, um aktuelle Entwicklungen zu analysieren und zu deuten. Man sieht die Welt mit anderen Augen.“

Woche der Freiheit im Bundestag

Zu den Programmpunkten gehört neben Vorträgen, Workshops und Diskussionen in einem Konferenzraum mit Seeblick auch ein Besuch in Berlin im Deutschen Bundestag. Die Teilnehmer diskutierten dort mit dem Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Willsch (CDU), der für seine ordnungspolitische Ablehnung der Euro-Rettungsmaßnahmen bekannt ist.

Nach der Diskussion, die ohne den üblichen Vortrag auskommt, zeigt Willsch sich beeindruckt von den Teilnehmern der Woche der Freiheit. Er würde die Teilnehmer gerne wieder treffen, „wenn ich es irgendwie einrichten kann“.

Auch ein Teilnehmer betont die lanfgfristige Perspektive. „Die Auswahl der Teilnehmer war wirklich gelungen und ich werde den Kontakt, soweit es geht, aufrecht erhalten!“

„Die Aussichten für die Freiheit sind sehr gut“, sagt Professor Gerd Habermannn den jungen Leuten, als sie ihn im Büro der Friedrich A. Hayek-Stiftung besuchen. Der Problemdruck sei groß. Weil die kollektivistischen Pläne immer mehr scheiterten, sei der Streit für eine Verfassung der Freiheit wichtiger denn je. Er vertraue auf die Teilnehmer, dies mit frischen Ideen und Energie anzugehen.

Mit diesen Ideen sitzen sie beim Videodreh schließlich in einem Boot: Der Philosoph, die Politikerin und der Unternehmer.

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